Das Live-Projekt, Teil 3 – Von Botschaften und knappen Ressourcen

Geschrieben am 8. Mai 2012

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Christian Reinboth, Mitgründer von HarzOptics

Lieber Herr Korbmann,

nun also nach den langen Antworten auf die Fragen nach den Alleinstellungsmerkmalen und den Zielgruppen, meine Antworten zu den Botschaften, die wir übermitteln wollen und zu den vorhandenen Mitteln für die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Botschaften für unsere Zielgruppen

Auch die Beantwortung dieser Frage ist mir nicht leicht gefallen, schließlich gibt es vieles, was man potenziellen Kunden und Forschungspartnern gerne vermitteln möchte. Ich habe daher einfach mal versucht, die Frage in Form einer direkten Ansprache an die drei im vorangegangenen Abschnitt identifizierten Zielgruppen zu beantworten.

- an  Unternehmen mit Bedarf an messtechnischen Dienstleistungen im Bereich der Optik:
Die HarzOptics GmbH verfügt über die fachlichen Kompetenzen sowie die technischen Kapazitäten, um nahezu jede messtechnische Prüfung im optischen Bereich durchführen zu können – von der Farbort-Bestimmung für einzelne LEDs bis hin zur Charakterisierung der optischen Eigenschaften von Straßenlampen, von Einzelmessungen für die Forschung bis hin zu hunderttausendfachen Messungen für Fertigung und Qualitätskontrolle. Wir stehen für jede Anfrage im Zusammenhang mit optischer Messtechnik jederzeit zur Verfügung und arbeiten uns selbstverständlich auch sehr gerne in für uns neue Aufgabenstellungen ein.

- an Landes- und Kommunalpolitik:
Um im Wettbewerb der Städte und Kommunen um Unternehmen, Fachkräfte und Familien nicht an Attraktivität zu verlieren, ist der Auf- und Ausbau einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur unbedingt anzuraten. Das Land Sachsen-Anhalt fördert derartige Ausbauprojekte umfassend und mit Fördersätzen von bis zu 87,5 Prozent. Als eines von drei durch die Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt zertifizierten Breitband-Beratungsunternehmen hat die HarzOptics GmbH den Auftrag, Kommunen und Städte insbesondere im Landkreis Harz bei der Planung von Ausbaumaßnahmen, der Durchführung von Ausschreibungen und der Beantragung von Fördermitteln zu unterstützen.

- an potenzielle Forschungspartner:
Mit der HarzOptics GmbH steht allen F&E-Interessierten ein potentieller und professioneller wissenschaftlicher Partner für F&E-Projekte aller Art in den Bereichen optische Mess- und Nachrichtentechnik, LED-Beleuchtungstechnik, Lichtplanung und –design sowie optische Netzwerke zur Verfügung. Als An-Institut der Hochschule Harz kann HarzOptics dabei auf hochqualifizierte Experten und modernste Labortechnik zurückgreifen. Gerne erarbeitet das HarzOptics-Team auch Fördergeldanträge für gemeinsame Entwicklungsvorhaben. Wir stehen für jede Anfrage zur Verfügung und stellen uns gerne jeder Herausforderung.

Der aktuelle Status der Öffentlichkeitsarbeit

Seitenlichtfasern bei HarzOptics.

Die Öffentlichkeitsarbeit bei HarzOptics ruht derzeit auf zwei wesentlichen Säulen: Unserer Präsenz in Internet und  Social Networks sowie unserer Präsenz auf Fachmessen, auf wissenschaftlichen Kongressen und in Fachpublikationen. Um mal eine Zugriffsgröße zu nennen (obwohl man die ja sonst eher für sich behält): Allein auf unseren fünf Hauptseiten hatten wir in 2011 insgesamt  66.448 Besucher zu verzeichnen, einen Großteil unserer Neukunden gewinnen wir seit etlichen Jahren über Anfragen aus dem Internet. Seit 2006 führen wir auch ein Blog, welches wir aber kürzlich auf eine neue Adresse  migriert haben und zukünftig viel regelmäßiger mit Inhalt befüllen wollen. Gelegentlich berichte ich auch auf den ScienceBlogs über Aspekte unserer Arbeit, wobei es mir hier persönlich wichtig ist, dass die Artikel keinen werbenden Charakter haben, sondern sich objektiv mit wissenschaftlichen Fragestellungen befassen, die uns aktuell beschäftigen. Ein wichtiges Element der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Publikationen und Vorträge auf Konferenzen und Messen, über die wir schon mehrfach gute Kontakte zu potentiellen Partnern für gemeinsame F&E-Projekte knüpfen konnten.

Die „klassische“ Pressearbeit über Pressemitteilungen und Kontakte zu Journalisten spielt in  der Öffentlichkeitsarbeit von HarzOptics dagegen eine geringere Rolle, wobei wir uns hier um eine allmähliche Verbesserung bemühen. Unser An-Institut ist pro Jahr etwa zehn bis fünfzehn Mal in den regionalen Presseorganen – der Volksstimme und der Mitteldeutschen Zeitung – vertreten, meist im Zusammenhang mit unseren Tätigkeiten im Rahmen des bereits bekannten Breitband-Projekts. Auch „klassisches“ Werbematerial steht bei uns eher weniger im Fokus. Zwar haben wir für jedes unserer Produkte ein Datenblatt (wie etwa für unser Optik-Lehrsystem OPTOTEACH) und verteilen auf Messen auch hin und wieder – veraltete – Flyer und Visitenkarten, insgesamt nutzen wir die klassischen Werbekanäle aber – zumindest meinem Eindruck nach – zu wenig.

Die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der HarzOptics GmbH wird von mir und einem meiner Kollegen „im Haus“ geleistet, externe Helfer wie etwa Texter oder Fotografen sind dabei nicht eingebunden, auch wenn dies teilweise sicher nicht verkehrt wäre (etwa im Hinblick auf professionelle Produktfotos). Ein festgesetzter Etat existiert nicht, ein schneller Blick in unsere Buchführungsunterlagen verrät aber, dass wir im vergangenen Jahr in Summe ungefähr 5.000 Euro für Webseiten, Werbematerial und Pressearbeit ausgegeben haben, was in der Tat nicht besonders viel ist. Allerdings wird dafür nicht wenig Arbeitszeit für die Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet – etwa 15-20 Prozent meiner Arbeitszeit sowie um die 10 Prozent der Arbeitszeit eines meiner Kollegen. Setzt man die Personenstunden in Löhne um, kommen schon größere Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit zusammen, wobei sich die Ausgaben im Verhältnis zu den Einnahmen durch gewonnene Neukunden für uns derzeit durchaus finanziell lohnen.

Soweit erst einmal die – leider überlange – Antwort auf Ihre vier einleitenden Fragen. Ich hoffe, damit eine brauchbare Grundlage für die weiteren Austausch geliefert zu haben und freue mich schon darauf, das eine oder andere Thema demnächst im Detail zu beleuchten.

Gespannt erwarte ich Ihre Reaktion am kommenden Dienstag.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Reinboth

In Teil 4, am nächsten Dienstag (15. Mai):
Der Weg zum eigenen Profil 

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