Der Teufel im Detail – Pressemitteilungen

Posted on 24. Dezember 2011

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Auf dem Blog „Frischer Wind – Der Blog zur Energiewende“ fand ich einen respektabler Versuch, allein durch Nachdenken zu einer guten Pressemitteilung zu kommen. Anrührend, anerkennenswert, aber leider unvollständig. Die wichtigsten Dinge, wie Inhalte, Ziele, Zielgruppen und Rezeptioon sind gar nicht thematisiert. Dennoch Respekt: Hier hat Christian Reinboth wirklich Gedanken um Kommunikation gemacht und viel, viel Mühe.

Mein Kommentar dazu: Ich wünschte mir, dass jeder, der eine Pressemitteilung publiziert, sich auch nur einen Bruchteil der Gedanken macht, die Sie sich gemacht haben. Das zeigt Ihr Engagement, effektiv und professionell kommunizieren zu wollen.
Doch auf der anderen Seite wirken Ihre Überlegungen auf mich wie jemand, der inmitten von Gourmettempeln ein neues Restaurant eröffnen will und sich allein Gedanken macht um die Töpfe. Was sind die Ziele Ihrer Kommunikation? Was sind die Inhalte? Gibt es wirklich bei jedem Projekt alle halbe Jahre etwas Neues? Und wer soll das eigentlich lesen wollen? Wer soll erreicht werden? Allein die Geldgeber?
Immerhin richtig erkannt: Heute zählt nicht mehr, was jemand tolles tut, sondern was von ihm wahrgenommen wird. Doch Kommunikation ist leider keine einfache Angelegenheit (das merkt man schon im Alltag) und ganz besonders nicht in einer komplexen Medienwelt mit viel, viel Konkurrenz und einem immer härteren Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Publikums.

Meines Erachtens ein Musterbeispiel, wieviel noch an Arbeit zu tun ist, bis Wissenschaft in Deutschland wirklich profesionelle kommuniziert.

Allen wünsche ich schöne Festtage.