Ein Blog nackt – „Wissenschaft kommuniziert“ in Zahlen

Posted on 6. Januar 2012

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Dieser Beitrag bricht ein Tabu! Empfindliche Gemüter sollten ihn daher unbedingt lesen.

Nun gut, lassen wir die zweideutigen Ankündigungen. Um ein Tabu geht es dennoch: Hier wird offen über Zahlen geschrieben, nämlich über das Echo, das dieser Blog ausgelöst hat. Und Zahlen, gar Zugriffszahlen, sind in dieser Szene tabu. „Es geht um Inhalte!“ lautet die gängige Devise. Aber wenn diese Inhalte niemanden interessieren? Dann ist es gut, dass dies niemand weiß – außer der Betreiber eines Blogs selbst, und der schweigt fein still.

Ohne Wertung über andere: Heute ist so viel von Transparenz die Rede, also wollen wir in eigener Sache Transparenz schaffen. Ich denke, wenn dem Web 2.0 so oft vorgeworfen wird, dass es nur in einer kleinen Nische der Öffentlichkeit funktioniert, dann sollten wir durch Transparenz – und steigende Zahlen – demonstrieren, dass diese Nische immer größer wird und wirkungsvoller. Freundlicherweise hat der Provider WordPress mir zum Jahresende ein ganzes Paket von Zahlen zur Verfügung gestellt, aus denen ich hier zitiere.

Am 25 November 2011 ging „Wissenschaft kommuniziert“ online, also fünf Wochen vor Jahresende. Seitdem, so WordPress, haben 2.800 Personen diesen Blog besucht, die interne Statistik ergänzt dies mit der Zahl von 4.348 Seitenaufrufen, also 1,6 Seiten pro Besucher. Vergleichszahlen liegen mir nicht vor, ich kann daher nicht beurteilen, ob das viel oder wenig ist. Über 90 Prozent der Besucher kamen aus Deutschland (verständlicherweise, der Blog ist ja in deutscher Sprache), Österreich mit zwei und die Schweiz mit einem Prozent sind allerdings dünn vertreten.

Welches nun der meistgelesene der insgesamt 18 Beiträge und 21 Kommentare in „Wissenschaft kommuniziert“ war, darüber gehen die Zählungen von WordPress und die interne WordPress-Statistik auseinander. WordPress meint, ohne konkrete Zahlen zu nennen, es sei der Beitrag „Krieg um die Wahrheit – schlecht fürs Klima“ gewesen, der nach interner Zählung 441 mal aufgerufen wurde, im internen Vergleich lag  jedoch die Wahl zum Wissenschafts-Blog des Jahres mit 835 Aufrufen weit höher. Vielleicht hat ja WordPress seine Statistik zu früh abgeschlossen, denn der Wahlaufruf erschien erst am 20. Dezember. Zu den Favoriten der Leser gehörten laut WordPress-Statistik außerdem „To be or not to be – die digitalen Medien“ (259 Aufrufe), „Die Wünsche der Wissenschaftler – sehr bescheiden“ (178) und „Soziale Netze – höchste Zeit aufzuspringen“ (122). Nach der internen Statistik war auch noch „Morgen Kinder… – PR-Coup mit Ansage“ sehr beliebt (173 Aufrufe), kommt aber bei WordPress gar nicht vor (ebenfalls spät erschienen, am 11. Dezember – vielleicht deshalb).

Soweit die Statistik der ersten fünf Wochen. Doch Zukunft ist immer spannender als Vergangenheit. Vielleicht lässt sich ja der eine oder andere Blog motivieren, diesem Beispiel zu folgen und ebenfalls seine Zahlen offen zu legen. Ich denke, die ganze Blog-Welt würde von mehr Transparenz profitieren.

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