Rettung für die Wissenswerte? Die WPK entscheidet

Posted on 28. März 2012

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Szenetreff "Wissenswerte": Kontakte mit Liegestuhl-Arena und Twitter-Live.

Es sah alles ganz schlecht aus: Die Wissenswerte – jedes Jahr einmaliger Treffpunkt für Wissenschaftskommunikatoren und Wissenschaftsjournalisten in Bremen stand vor dem Aus (Näheres hier).

Doch nun naht Rettung! Die Wissenschaftspressekonferenz (WPK) soll einsteigen, übernimmt praktisch die Rolle der Initiative Wissenschaftsjournalismus, die Ende März zu Ende geht. Die Wissenschaftsjournalisten bringen – selten genug – sogar die dringend benötigten Sponsoren mit. Eine tolle Leistung. Am 21. April wird die Mitgliederversammlung der WPK entscheiden.

Es wäre wirklich schade gewesen um die Wissenswerte. Entsprechend groß war die Aufregung, als sich im November abzeichnete, die Ausgabe 2011 könnte die letzte gewesen sein. Es fehlte das Geld zur Fortsetzung. Prominente Wissenschaftler setzten sich für die Wissenswerte ein, Wissenschaftskommunikatoren votierten für die Fortsetzung, Gespräche im Hintergrund führten dazu, einige offene Schützengräben zuzuschütten. Drei Wissenschaftsjournalistinnen starteten eine einmalige Unterschriftenaktion im Internet: Pro Wissenswerte, über 500 Kollegen machten mit.Doch nun naht Rettung! Die Wissenschaftspressekonferenz (WPK) soll einsteigen, übernimmt praktisch die Rolle der Initiative Wissenschaftsjournalismus, die Ende März zu Ende geht. Die Wissenschaftsjournalisten bringen – selten genug – sogar die dringend benötigten Sponsoren mit. Eine tolle Leistung. Am 21. April wird die Mitgliederversammlung der WPK entscheiden.

WPK-Vorsitzender Martin Schneider beim WPK-Jubiläum auf der Wissenswerte.Den Schlüssel haben jetzt die Mitglieder der WPK in der Hand: Acht Sponsoren – Forschungsorganisationen, große Stiftungen und das Unternehmen BASF – konnte die WPK zusammen mit den bisherigen Organisatoren  motivieren. Die Finanzierung für die kommenden fünf Jahre ist sicher. Sogar die Wissenswerte 2012 kann stattfinden. Gleichzeitig bringt sich die WPK in die Programmplanung mit ein, die zusammen mit Wissenschaftsjournalismus-Professor Holger Wormer und den bewährten Kräften Holger Hettwer und Franco Zotta stattfinden soll.

Das ausgehandelte Modell klingt gut – die großen Forschungsorganisationen sind dabei, die Finanzierung ist gesichert, die Messe Bremen macht die Kongressorganisation und die bewährten Kräfte mit den Wissenschaftsjournalisten die Programmplanung. Hoffen wir, dass die Themen in Zukunft ein wenig innovativer werden als bisher.

Allerdings spricht das Modell nicht für eine Annäherung an die Wissenschaftskommunikatoren, die bei dem Kongress in Bremen geschätzt bisher die Hälfte der Teilnehmer stellten, ohne dass im Programm gezielt genug auf ihre Bedürfnisse eingegangen wurde. Dann gilt es eben weiterhin, die Wissenswerte als Treffpunkt zu nutzen, den Journalisten einmal persönlich ins Angesicht zu schauen, die man sonst bestenfalls durch ihre Berichte oder aus E-Mails kennt. Mal sehen, vielleicht gibt es ja auch noch Überraschungen.

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