Alles paletti – Medizinjournalisten sind für Vereinigung

Posted on 2. Mai 2012

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Vereinigte Medizinjournalisten, mehr Schlagkraft der Organisationen. Bild: G.Altmann/pixelio

Es schien ein Grundsatzstreit zu werden, wie er seit Jahrzehnten tobt: der reine Journalismus gegen die PR. Glücklicherweise waren die Debatten im Vorfeld hitziger als dann die tatsächliche Diskussion zur Entscheidung (Wissenschaft kommuniziert berichtete): Die Mitglieder des Arbeitskreises Medizinpublizisten haben sich eindeutig für ein Zusammengehen mit dem Kollegium der Medizinjournalisten und der Vereinigung der Fach- und Standespresse zum neuen Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten VMWJ entschieden. Nur zwei Mitglieder stimmten dagegen.

Der anstehende Beschluss und die Satzung des neuen Verbandes hatten im Vorfeld zu hitzigen Debatten im Arbeitskreis geführt. Der Grund:  Die neue Satzung lässt auch die Vollmitgliedschaft von Journalisten in Pressestellen oder PR-Agenturen zu. Manche Arbeitskreis-Mitglieder befürchteten, dass nun das Journalistische untergehen könnte angesichts der mächtigen Lobby von Pharmaindustrie und Berufsverbänden. Tatsache ist jedoch, dass der Arbeitskreis maßgeblich an der neuen Satzung mitgearbeitet hat. Angesichts der Historie der anderen beiden Vereinigungen konnten die strengeren Regeln für die Mitgliedschaft im Arbeitskreis nicht fortdauern.

Jetzt muss jedes einzelne Mitglied aus dem Arbeitskreis einen Aufnahmeantrag im neuen Verband stellen. Seine Ziele sind weitgespannt: Wie im Namen angedeutet, hat man nicht nur die Medizinjournalisten im Blick: Vor allem die Zusammenarbeit mit der Wissenschaftspressekonferenz soll verstärkt werden. Erste Mitgliederversammlung des VMWJ ist am 26. November 2012 beim wiederbelebten Kongress der Wissenschaftsjournalisten, der Wissenswerte in Bremen. Hier waren die Medizinjournalisten bisher eher eine Randerscheinung.

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