Goldener Regen – Geld für ein Zukunfts-Projekt?

Posted on 16. Mai 2012

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Zwei der bekanntesten Träger des „Philip Morris Forschungspreises“ – Nobelpreisträger Theodor Hänsch (l.) und Klaus von Klitzing

Insgesamt 25 Jahre lang vergab die Philip Morris Stiftung einen der angesehensten Forschungspreise in Deutschland, den „Philip Morris Forschungspreis“. Dann beschloss das Kuratorium ein neues Förderkonzept, bei dem nicht mehr Auszeichnungen, sondern geförderte Projekte im Mittelpunkt stehen. Und zwar Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft.

Eine Chance für Wissenschaftskommunikatoren! Endlich einmal ein Projekt verwirklichen, über das man schon lange nachgedacht hat, das vielleicht schon fertig konzipiert in der Schublade liegt, das gut, ideenreich, wichtig wäre – für das aber immer das Budget fehlte. Eine Förderung durch die Philip Morris Stiftung könnte jetzt den entscheidnden Unterschied machen. Oder auch für ein Projekt, das Forscher im eigenen Institut, an der eigenen Hochschule oder am Forschungszentrum alles vorbereitet haben. Sie freuen sich über den Tipp, mit dem das schwierigste praktische Problem – das Geld – endlich gelöst werden könnte.

Unter dem Motto „Mensch und Zukunftswandel“ fördert die Philip Morris Stiftung Projekte, die dazu beitragen, die Gesellschaft besser vorzubereiten auf den durch Wissenschaft und Technik ausgelösten ständigen und rasanten Wandel. Die Förderung für 2012 wurde wieder  ausgeschrieben. Insgesamt etwa 100.000 Euro stehen bereit. Einreichungsschluss für die Anträge ist Mitte August. Es reichen etwa 10 Seiten Projektbeschreibung mit einem groben Finanzplan. Bevorzugte Regionen (aber keinesweg exklusiv!) sind München, Dresden und Berlin – jeweils mit Umland.

Bisher geförderte Projekte sind unter anderem speziell wissenschaftlich-gesellschaftlich orientierte Diskussionsreihen, Schülerparlamente, Zukunftswerkstätten oder verschiedene Museumsprojekte, um nur einige Beispiele zu nennen. Wichtig sind dem hochrangig besetzten, unabhängigen Kuratorium (u. a. ein Nobelpreisträger, ein ehemaliger Fraunhofer-Präsident, ein ehemaliger Wissenschaftsminister) vor allem auch zwei Punkte:

  • dass die Projekte eine gewisse Ausstrahlung gewinnen, also nicht nur für die Teilnehmer Anregungen vermitteln,
  • und dass sie Nachhaltigkeit besitzen, also keine Einmalaktionen, die bald wieder in Vergessenheit geraten.

Erklärtes Ziel ist es, nicht nur etwas zu veranstalten, sondern in den Köpfen etwas zu bewegen.

Wer interessiert ist, kann sich unter diesem Link das aktuelle Förderkonzept der Philip Morris Stiftung herunterladen. Wer Fragen hat oder Hilfe braucht, kann sich auch gern per E-Mail an mich wenden(reiner.korbmann@scienceundmedia.de), bei Fragen mit allgemeinem Charakter auch gern per Kommentar zu diesem Blog. Ich unterstütze die Philip Morris Stiftung bei der Betreuung der Antragsteller. Die Anträge – am besten per Mail – gehen an meine Adresse. Sie werden von einem externen Gutachter beurteilt und dann dem Kuratorium zur Entscheidung vorgelegt. Das Geld fließt noch in diesem Jahr. Die Förderung steht natürlich in keinem Zusammenhang mit den Geschäftsinteressen des gleichnamigen Unternehmens. Projekte aus den Bereichen Medizin und Medizintechnik sind sogar ausdrücklich ausgeschlossen, wie auch schon in den 25 Jahren des Philip Morris Forschungspreises. Sonst hätte er auch nie das hohe Ansehen erreicht, das er bis heute besitzt.

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