Kommunikation tut Not – Symposium zur Wissenschaft in der Partizipationsgesellschaft

Posted on 29. August 2012

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Auf die Köpfe kommt es an – Kommunikation verbindet Wissenschaft und Gesellschaft: GDNÄ  in Göttingen.

Das ist Fakt: Wir sind in der Informationsgesellschaft angekommen, bald auch in der Informations- und Partizipationsgesellschaft. Mittlerweile ist es wichtiger, was die Gesellschaft von jemandem wahrnimmt, als das was er tatsächlich wertvolles tut. Da gibt es keine Ausnahme: Das Bild in den Medien prägt heute die Rolle in der Gesellschaft. Was nicht kommuniziert wird, gilt als nicht wichtig. Es geht um öffentliche Aufmerksamkeit.

Das betrifft auch die Wissenschaft, die längst mitten in diesem Wettbewerb um Aufmerksamkeit steht. Mitbewerber sind Felder wie Sport, Wirtschaft, Kultur, Unterhaltungsbusiness oder Politik. Doch hat die Wissenschaft selbst das auch schon bemerkt?

Zweifel sind erlaubt. Die Wissenschaftskommunikation in Deutschland steht bestenfalls am Anfang. Es gibt zu wenig Fachkräfte, es mangelt an Fortbildungsmöglichkeiten für die Kommunikatoren, es fehlt an Ausbildung. Und oft genug haben Wissenschaftler noch nicht verstanden, wie wichtig für sie die Zusammenarbeit mit professionellen Kommunikatoren ist. Ist da das neue „Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation“ (NaWik), das im Oktober in Karlsruhe startet, die Lösung?

„Kommunikation tut Not – Bleibt die Wissenschaft am Rand der Informationsgesellschaft?“ ist der Titel eines Symposiums zur Wissenschaftskommunikation am 15. September 2012 von 13.00 bis 15.00 Uhr in Göttingen. Volker Meyer-Guckel vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Martin Schneider, Vorstandsvorsitzender der Wissenschaftspressekonferenz (WPK), Kathrin Rübberdt, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Dechema, ein noch nicht benannter Vertreter des NaWiK und ich als Moderator werden diskutieren über die Informations- und Partizipationsgesellschaft und ihre Konsequenzen für die Wissenschaftskommunikation.

Das Symposium findet im Rahmen des großen Kongresses der „GDNÄ-Die Wissensgesellschaft“ statt – manchen vielleicht noch unter „Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte“ bekannt – die vom 14. bis 18. Sepzember 2012 in Göttingen tagt. Das Thema hier passt hundertprozentig zur Wissenschaftskommunikation: Gesellschaft braucht Wissenschaft – Wissenschaft braucht Gesellschaft, am Beispiel von Mobilität, Kommunikation und Interaktion. Die Tagung ist offen für alle – weitere Informationen dazu auch auf dem GDNÄ-Blog und das ganze Programm zum Download hier.

Herzlich willkommen in Göttingen.

Meine These: Wenn Wissenschaft ihre Privilegien (die sie braucht um erfolgreich zu arbeiten) auch in der Informations- und Partizipationsgesellschaft behalten will, dann muss sie (wie ihre Mitbewerber) professionell kommunizieren.

Darüber lohnt es sich, zu diskutieren.

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