Ausschreibung für Zukunftsprojekte – Kommunikatoren können profitieren

Posted on 18. Juni 2013

2


fractal02

Das große Bild Zukunft besteht aus vielen kleinen Projekten: Die Philip Morris Stiftung finanziert Zukunftsprojekte.

Reiner_Blog_miniWissenschaftskommunikation steht an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Jetzt gibt es wieder die Chance, Geld für originelle, zukunftsweisende Projekte einzuwerben. Die Philip Morris Stiftung, viele Jahre bekannt und ein Schrittmacher für publikumswirksame Forschungspreise in Deutschland, vergibt rund 100.000 Euro für Projekte zum Thema „Mensch und Zukunftswandel“ – oder konkreter: Projekte, die der Gesellschaft helfen, die durch Forschung und Technologie ausgelösten rasanten Veränderungen zu nutzen.

Eine Chance für Wissenschaftskommunikatoren, einmal ein Projekt verwirklichen, über das man schon lange nachgedacht hat, das vielleicht schon fertig konzipiert in der Schublade liegt, das gut, ideenreich, vor allem aber wichtig wäre – für das aber immer das Budget fehlte. Eine Förderung durch die Philip Morris Stiftung könnte  den entscheidenden Unterschied machen. Oder auch für ein Projekt, das Wissenschaftler im Institut, an der Hochschule oder am Forschungszentrum vorbereitet haben. Sie freuen sich über den Tipp, mit dem das schwierigste praktische Problem – das Geld – gelöst werden könnte.

An der Ausschreibung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht viel verändert: Unter dem Motto „Mensch und Zukunftswandel“ fördert die Philip Morris Stiftung Projekte, die dazu beitragen, die Gesellschaft besser vorzubereiten auf den durch Wissenschaft und Technik ausgelösten ständigen und rasanten Wandel. Die Förderung für 2013 wurde jetzt wieder  ausgeschrieben. Insgesamt stehen rund 100.000 Euro bereit. Einreichungsschluss für die Anträge ist der 15. August. Es reichen etwa 10 Seiten Projektbeschreibung mit einem groben Finanzplan. Bevorzugte Regionen (aber keinesweg exklusiv!) sind München, Dresden und Berlin – jeweils mit Umland.

Dem hochrangig besetzten, unabhängigen Kuratorium der Stiftung, das über die Vergabe der Mittel entscheidet (u. a. ein Nobelpreisträger, ein ehemaliger Fraunhofer-Präsident, ein ehemaliger Wissenschaftsminister), sind vor allem zwei Punkte wichtig:

  • dass die Projekte eine gewisse Ausstrahlung gewinnen, also nicht nur für die Teilnehmer Anregungen vermitteln,
  • und dass sie Nachhaltigkeit besitzen, also keine Einmal-Aktionen, die bald wieder in Vergessenheit geraten.

Erklärtes Ziel ist es, nicht nur etwas zu veranstalten, sondern in den Köpfen etwas zu bewegen.

Gefördert werden können Projekte aller Art. Zum Beispiel

  • Untersuchungen und Studien;
  • Diskurs- und Dialog-Veranstaltungen von Wissenschaftlern mit wichtigen Zielgruppen;
  • Workshops von jungen Wissenschaftlern mit gesellschaftlichen Entscheidungsträgern;
  • Sonderprogramme und Pilotprojekte von Forschungsinstitutionen;
  • Zusammenarbeit von Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften;
  • Kommunikationsprojekte von wissenschaftlichen Institutionen.

Wer interessiert ist, kann sich das aktuelle Förderkonzept der Philip Morris Stiftung ansehen. Wer Fragen hat oder Hilfe braucht, kann sich auch gern per E-Mail an mich wenden (reiner.korbmann@scienceundmedia.de), bei Fragen mit allgemeinem Charakter auch gern per Kommentar zu diesem Blog. Ich unterstütze die Philip Morris Stiftung bei der Betreuung der Antragsteller. Die Anträge – am besten per Mail – gehen an meine Adresse. Sie werden von einem externen Gutachter beurteilt und dann dem Kuratorium zur Entscheidung vorgelegt. Das Geld fließt noch in diesem Jahr. Die Förderung der Stiftung steht in keinem Zusammenhang mit den Geschäftsinteressen des Unternehmens Philip Morris. Projekte aus den Bereichen Medizin und Medizintechnik sind sogar ausdrücklich ausgeschlossen, wie auch schon in den 25 Jahren des Philip Morris Forschungspreises. Sonst hätte er auch nie das hohe Ansehen erreicht, das er bis heute besitzt.

Advertisements