„Wenn Wissenschaft polarisiert“ – Im Fokus des „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“

Posted on 23. November 2017

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Blogautor Wissenschaft kommuniziertImmer öfter werden Forschungs-ergebnisse oder neue Forschungsfelder von heftigen gesellschaftlichen Kontroversen begleitet. Klimawandel, embryonale Stammzellen, Synthetische Biologie und Genchirurgie sind aktuelle Beispiele – und auch etablierte Vorgehensweisen oder längst bestätigte Theorien sind Gegenstand heftiger, engagiert und emotional geführter Debatten. Dafür sind Impfungen oder das Aufkommen des Kreationismus Beispiele aus jüngster Zeit.

Kommunizieren, wenn Wissenschaft polarisiert

Einladung ins Fraunhofer-Haus – zum ersten „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ in München. Foto: Fraunhofer

Wissenschaftskommunikation in Kontroversen hat Prof. Dietram Scheufele in den USA wissenschaftlich untersucht. Am 8. Dezember 2017 wird er beim „Treffpunkt Wissenschaft“ über seine Ergebnisse sprechen und mit Forschungssprechern diskutieren: „Wenn Wissenschaft polarisiert – Kommunikation in Problemfeldern, von Impfungen bis Genchirurgie“. Scheufele, ein Kommunikations- und Sozialwissenschaftler,.der aus Deutschland stammt, lehrt an der University of Wisconsin-Madison „Live Science Communication“ und gilt als einer der führenden Köpfe der „Science of Science Communication“-Agenda (siehe auch „Effektive Wissenschaftskommunikation  – Die US-Forschung stellt sich neu auf“ in diesem Blog). Darüber hinaus aber zeichnet ihn besonders seine Nähe zur Praxis aus.

Gerade kommt er vom dritten Sackler-Colloquium zum Thema „Science of Science Communication“ der National Academy of Science (NAS) in Washington, das er mitorganisiert hat. Beim „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ im Münchner Fraunhofer-Haus, der Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft, wird er über seine Forschungsergebnisse berichten und mit den Forschungssprechern über die Folgen für die Praxis diskutieren.

Ein „Treffpunkt der Wissenschaftskommunikation“ in München

Wichtiger für die Praxis ist aber vielleicht noch die Veranstaltung „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“. Sie findet unter diesem Titel zum ersten Mal in München statt. Sie soll vor allem die Forschungssprecher im Raum der bayerischen Landeshauptstadt zusammenbringen, aber mit ihnen auch Wissenschaftler, die an Wissenschaftskommunikation interessiert sind. Sie wurde vom Blog „Wissenschaft kommkuniziert“ initiiert und wird in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Medienfachverlag Oberauer („Medizin&Wissenschaftsjournalist“) organisiert. Nach Vortrag und Diskussion lädt die Fraunhofer-Gesellschaft zu einem kleinen Imbiss.

Das Ziel des Abends ist: After work, Neues Erfahren, Fortbildung, Austausch, Kennenlernen, Dabeisein, Networking – miteinander/voneinander profitieren. Und – das Programm hat noch mehr zu bieten – die „Forschungssprecher des Jahres 2017“ werden ausgezeichnet. Die besten ihres Fachs, zusammen mit den Publikumsfavoriten und – ganz besonders – den Trägern des Sonderpreises, den Initiatoren des „March for Science“ in Deutschland, Prof. Tanja Gabriele Baudson und Claus Martin.

Auch die Leser dieses Blogs sind herzlich eingeladen: Wenn Sie im Raum München dazugehören, wenn Sie gerade in München sind oder sich sogar auf den Weg machen wollen: Herzlich willkommen. Es ist eine gute Gelegenheit, einen faszinierenden Forscher zu erleben, Neues zu erfahren und Kollegen zu treffen. Beim „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ am 8. Dezember 2017 um 18.00 Uhr im Fraunhofer-Haus (Raum EG15, Hansastr. 27 c, 80686 München, direkt neben der ADAC-Zentrale (ausgeschildert), U- und S-Bahn „Heimeranplatz“).

Wegen der Sicherheitsbestimmungen in der Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft melden Sie sich bitte unbedingt bis zum 7.12.2017 an: Hier können Sie sich anmelden.