Warum Wissenschaftskommunikation mehr Wissenschaft braucht – „Treffpunkt #WisskomMUC“ am 23. März – Online=offen für alle!

Posted on 15. März 2021

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„Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ – Am 23. März 2021, 18.00 Uhr, Online = für alle erreichbar.

Der Kommunikationswissenschaftler Dietram Scheufele prägte vor mehr als drei Jahren im ersten „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation München“ #WisskomMUC den Begriff vom „großen Paradox der Wissenschaftskommunikation“: So sehr Wissenschaftler in ihrem Fachgebiet Wert auf wissenschaftliche Fakten und Methoden legen, „in der Wissenschaftskommunikation verlassen sie sich lieber auf ihre Intuition als auf die Wissenschaft selber“. Und tatsächlich gab es in Deutschland bislang auch nur wenig aus der Kommunikationswissenschaft, auf das man sich für die Wissenschaftskommunikation verlassen konnte. Zu wenig Praxisrelevantes, zu wenige Studien, die an den existierenden Kommunikationsproblemen orientiert waren, zu wenig über Sender und Rezipienten von Wissenschaft.

Das soll sich jetzt ändern: Getrieben, nicht allein aber auch, durch den immensen Boom, den Wissenschaftskommunikation in der Corona-Pandemie erlebte, rückt dieses Feld immer mehr in das breite Interesse von Forschern, Politikern, PR-Fachleuten, Förderern und insgesamt der Gesellschaft. Die Bundesregierung hat ein Grundsatzpapier zur Wissenschaftskommunikation vorgelegt und den Strategieprozess #Factorywisskomm gestartet. Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) will die Bedeutung und die Besonderheiten der Wissenschaftskommunikation durch eigene Richtlinien anerkennen. Die VolkswagenStiftung, größter privater Forschungsförderer des Landes, hat ein kluges Förderprogramm zur Wissenschaftskommunikations-Forschung gestartet, drei oder vier neue Zentren für Wissenschaftskommunikations-Forschung sollen daraus entstehen. Und außerdem hat die finanzkräftige Stiftung ein neues Förderkonzept verabschiedet, bei dem die Wissenschaftskommunikations-Forschung ganz oben steht – als Querschnittthema über drei weiteren Förderbereichen.

Der Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Dr. Georg Schütte, zählt nach wenig mehr als einem Jahr im Amt bereits zu den großen Unterstützern und Vordenkern der Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Besonders die Defizite in der Forschung über Wissenschaftskommunikation brennen ihm auf den Nägeln. Er ist Gast und Referent im nächsten „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ am Dienstag den 23. März 2021 um 18.00 Uhr, der – Corona-bedingt – wieder online stattfinden wird.

Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, des größten privaten Forschungsförderers in Deutschland. (Foto: P.Bartz/VolkswagenStiftung)

Dr. Schütte ist von Hause aus selbst Kommunikationswissenschaftler, sammelte auf seinem Weg Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, etwa im Forschungsmanagement oder zehn Jahre als Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Sein Thema: „Brücke zur Gesellschaft – Warum Wissenschaftskommunikation mehr Wissen braucht.“ Selten zuvor hat Wissenschaftskommunikation gezeigt, wie wichtig sie ist. Dennoch bleiben viele Fragen offen: Wie der Gesellschaft zeigen, welchen Beitrag die Wissenschaft für sie leisten kann? Wie Fragen und Bedürfnisse der Gesellschaft aufnehmen und in die Wissenschaft hineintragen? Wie die scheinbare Kluft der spezifischen Systemlogiken in unterschiedlichen Bereichen überbrücken? Wissenschaftskommunikation braucht mehr Forschung.

Ich lade Sie herzlich ein, dabei zu sein. Hier können Sie sich direkt anmelden. (Anmeldung mit E-Mail-Adresse wegen der Zusendung des Zugangscodes unbedingt erforderlich).

Das Helmholtz-Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt von oben: Gastgeber des online-„Treffpunkts Wissenschaftskommunikation.

Dieser „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ ist der zweite, der online stattfindet, der zehnte „Treffpunkt“ insgesamt. Er ist offen für alle überall, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren – deshalb hat er auch den Ortsnamen „München“ verloren. Der erste online-Treffpunkt, am 3. Dezember 2020 war ein voller Erfolg, selbst das Vernetzen der Kollegen hat wunderbar geklappt. Gastgeber des Online-Treffpunkts ist dieses Mal das Helmholtz-Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Die Kollegen in Neuherberg stellen sich mit dem Beitrag „Wissen aus der Forschung für eine gesündere Gesellschaft“ vor.

Der „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation München“ #WisskomMUC  ist eine Initiative dieses Blogs „Wissenschaft kommuniziert“. Er bringt Forschungssprecher, Pressesprecher, Öffentlichkeitsarbeiter und Onliner aus der Wissenschaft zusammen, sowie Wissenschaftler, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren. Ziel ist es: After work, Neues erfahren, Fortbildung, Austausch, Kennenlernen, Dabeisein, Networking – miteinander/voneinander profitieren.

Näheres zu den bisherigen neun Abenden des „Treffpunkts“ #WisskomMUC finden Sie in den Beiträgen