Wie manipulativ sind Algorithmen? – Treffpunkt Wissenschaftskommunikation #WisskomMUC – Online=Offen für alle!

Posted on 28. April 2021

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„Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ – Am11. Mai, 18.00 Uhr, online = für alle erreichbar.

Es klingt wie eine dunkle Drohung: „Die neuen RNA-Impfstoffe gegen das Corona-Virus vermindern die Fruchtbarkeit von Frauen“.Wenn man das lediglich einmal liest, kann man noch darüber hinwegsehen, doch wenn die Meldung immer wieder auf einen einströmt, von den unterschiedlichsten Seiten, wenn man zudem etwas vorsichtig ist wegen der Impf-Nebenwirkungen und auf verschiedenen Seiten im Netz immer wieder auf diese Meldung stößt, dann hält man dies für eine Tatsache.

Natürlich ist dies eine Falschmeldung – Fake News, verbreitet von Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern, die gezielt die Bekämpfung der Corona-Pandemie hintertreiben. In München gilt den Verantwortlichen diese Meldung als eine Ursache dafür, dass eine spezielle Impfaktion für Lehrer und Kita-Betreuer – in der Mehrzahl junge Frauen – nach wenigen Wochen mangels Nachfrage wieder eingestellt werden musste. Das zeigt, welche Wirkungen solche Falschmeldungen haben können – und warum es wichtig ist, sich nicht nur mit diesen Fake News, sondern mit den verfälschenden Algorithmen im Internet und mit Künstlicher Intelligenz zu beschäftigen, die Falsches noch viel schlimmer machen kann. Denn für die Wissenschaftskommunikation ist so eine Falschmeldung ein Desaster, die das Vertrauen in die Impfstoffe zerstört.

Und derartige Meldungen gibt es in den Sozialen Medien zuhauf. Immer öfter haben nicht nur Politiker, sondern auch Wissenschaftskommunikatoren gegen solch manipulativen Meldungen zu kämpfen. Lohnt das überhaupt? Kann man sich gegen Falschmeldungen wehren? Und erst recht, wenn sie durch manipulative Algorithmen und Software-Automaten, wie Social Bots, tausendfach kopiert und jedem auf den unterschiedlichsten Kanälen frei Haus vor Augen gezwungen werden? Oder kann man vielleicht sogar ähnliche virale Wirkungen erreichen? Und die sich entwickelnde „Künstliche Intelligenz“ macht die Verbreitung von Nachrichten und die Suchalgorithmen nur noch undurchschaubarer.

Prof. Jürgen Pfeffer, Professor für Computational Social Science & Big Data an der Hochschule für Politik der TU München.

Manipulative Algorithmen und ihre Wirkungen für die Gesellschaft sind das Forschungsgebiet von Prof. Jürgen Pfeffer von der Hochschule für Politik der Technischen Universität München. Er hat hier die Professur für Computational Social Science & Big Data. Er wird beim kommenden „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ #WisskomMUC am 11. Mai um 18.00 Uhr online über die technischen und gesellschaftlichen Hintergründe von manipulierenden Algorithmen berichten. Titel seines Vortrags: „Wenn Algorithmen manipulieren – Wissenschaftskommunikation in Zeiten von Social Bots und Künstlicher Intelligenz“. Im Anschluss daran natürlich Diskussion zu den praktischen Auswirkungen.

Ich lade Sie herzlich ein, dabei zu sein. Hier können Sie sich direkt anmelden. (Anmeldung mit E-Mail-Adresse wegen der Zusendung des Zugangscodes unbedingt erforderlich).

Dieser „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ ist der dritte, der online stattfindet, der elfte „Treffpunkt“ insgesamt. Er ist offen für alle überall, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren. Gastgeber des Online-Treffpunkts ist dieses Mal die Fraunhofer-Gesellschaft, die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung mit Sitz in München. Fraunhofer-Kommunikationschef Janis Eitner wird die Diskussion moderieren.

Der „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation München“ #WisskomMUC  ist eine Initiative dieses Blogs „Wissenschaft kommuniziert“. Er bringt Forschungssprecher, Pressesprecher, Öffentlichkeitsarbeiter und Onliner aus der Wissenschaft zusammen, sowie Wissenschaftler, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren. Ziel ist es: After work, Neues erfahren, Fortbildung, Austausch, Kennenlernen, Dabeisein, Networking – miteinander/voneinander profitieren.

Näheres zu den bisherigen zehn Abenden des „Treffpunkts“ #WisskomMUC finden Sie in den Beiträgen