Das strategische Defizit Evaluation – „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ #WisskomMUC

Posted on 20. März 2022

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„Die Hälfte des Aufwandes“, so sagt ein alter Spruch aus der Werbung, „ist ohnehin zum Fenster hinausgeworfen. Das Teuflische ist nur, man weiß nicht, welche Hälfte.“ Und damit meint die Faustregel alles: die Kosten, das Personal, die Erwartungen, die Kapazitäten.

Wenn man diese Regel auf die Wissenschaftskommunikation überträgt, so fürchte ich, liegt man mit der Hälfte noch deutlich zu niedrig. Denn wenn man weiß, wieviel die Werbebranche in Wirkungsuntersuchungen steckt, welche Bedeutung Werbewirkungsforschung hat, wieviele Umfragen und Nachkontrollen Werbekampagnen begleiten, dann nimmt sich der Aufwand, der in der Wissenschaftskommunikation betrieben wird, sehr bescheiden aus. Wieviel und was tun wir wirklich dafür, um herauszubekommen, was Wissenschaftskommunikation bewirkt? – Ein strategisches Defizit in praktisch allen Kommunikationsabteilungen.

Evaluation ist das Schlüsselwort,

  • wenn es gilt, herauszubekommen, was Kommunikationsprojekte tatsächlich erreichen;
  • wenn es gilt, aus Fehlern zu lernen, um die eigene Kommunikation stetig zu verbessern;
  • wenn es gilt, neue Wege zu finden, die einem selbst und anderen helfen können, bessere Wissenschaftskommunikation zu machen.

Und da immer mehr Geld in die Wissenschaftskommunikation gesteckt wird, da sie als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Gesellschaft für beide Seiten immer wichtiger wird, hat „Wissenschaft im Dialog“ (WiD) im vergangenen Jahr begonnen, die „Impact Unit“ aufzubauen, eine Einheit, die einen Beitrag zu einer wirkungsorientierten Wissenschaftskommunikation und einer aussagekräftigen Evaluationspraxis leisten soll. Dafür werden Analysen des Status quo durchgeführt, Instrumente zur strategischen Planung und zur Evaluation angeboten und Möglichkeiten zum Austausch geschaffen.

„Was bewirkt Wissenschaftskommunikation wirklich?
Evaluation als strategisches Defizit und Herausforderung der Wissenschaftskommunikation
ist das Thema des nächsten „Treffpunkts Wissenschaftskommunikation“, am 28. März 2022 um 18.00 Uhr – online und offen für alle.

Ricarda Ziegler, Projektleiterin „Impact Unit“ bei Wissenschaft im Dialog, zeigt Defizite und Herausforderungen.

Im Mittelpunkt des Abends steht Ricarda Ziegler: Sie ist Projektleiterin der „Impact Unit“ von WiD und damit ausgewiesene Expertin für Evaluation, nicht nur was die Instrumente für die Praxis betrifft, sondern auch für die strategische Bedeutung in der Wissenschaftskommunikation. Sie wird Defizite und Herausforderungen der Evaluation schildern, wird die Vision einer strategischen und wirkungsorientierten Wissenschaftskommunikaton aufzeigen und die Arbeit der „Impact Unit“ vorstellen.

Patrick Honecker, CCO der TU Darmstadt zeigt die Perspektive der Praxis.

Wie sieht es mit der Evaluation in der Praxis aus? Wie wird sie genutzt und welchen Stellenwert hat sie? Dazu aus berufenem Munde ein Praktiker: Der langjährige Universitätspressesprecher und seit kurzem Chief Communication Officer der TU Darmstadt, Patrick Honecker.

Und danach gibt es natürlich – wie immer – eine intensive Diskussion aller Teilnehmer.

Ich lade Sie herzlich ein, dabei zu sein.

Hier können Sie sich anmelden.

(Anmeldung und E-Mail-Angabe unbedingt erforderlich, wegen des Zugangscodes.)

Dieser „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ ist der siebte, der online stattfindet, der 15. „Treffpunkt“ insgesamt. Er ist offen für alle, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren.

Gastgeber des Online-Treffpunkts ist, wie immer, eine Forschungsinstitution aus dem Raum München (der „Treffpunkt“ begann einmal als Kollegentreff in München). Dieses Mal lädt das Institute for Advanced Studies der TU München ein, uns online zu treffen..

Der „Treffpunkt“: Austausch, Networking, Community

Der „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ #WisskomMUC ist eine Initiative dieses Blogs „Wissenschaft kommuniziert. Blog und „Treffpunkt“ bringen Forschungssprecher, Pressesprecher, Öffentlichkeitsarbeiter, Onliner und Wissenschaftler zusammen, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren.

Ziel ist es: After work, Neues erfahren, Fortbildung, Austausch, Kennenlernen, Dabeisein, Networking – miteinander/voneinander profitieren.

Näheres zu den bisherigen 14 Abenden des „Treffpunkts“ #WisskomMUC finden Sie in diesen Beiträgen des Blogs „Wissenschaft kommuniziert“: