Haben wir etwas gelernt? Wissenschaftskommunikation nach der Pandemie – Treffpunkt #WisskomMUC

Posted on 15. November 2022

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Wohl nie zuvor stand Wissenschaft so im Mittelpunkt des Interesses, wie in den Zeiten der Covid-Pandemie. Was ist das SARS-CoV-2-Virus? Wie verhält es sich? Wie steckt es an? Welche Schäden richtet es an? Wie können wir uns dagegen wehren? Sollen wir die Schulen schließen, Menschen vereinsamen, das öffentliche Leben herunterfahren? Gibt es die zeitnahe Chance auf einen Impfstoff? Wie gut wirkt er? Wann können wir wieder normal leben?

Fragen über Fragen, die an die Wissenschaft gestellt wurden, von Ärzten, Bürgern, Politikern, Wirtschaftsmanagern, Sportlern, Pädagogen und, und, und – eben allen. Die Wissenschaft beantwortete sie, so gut sie zum jeweiligen Zeitpunkt konnte. Die Kommunikation der Wissenschaft mit der Gesellschaft war plötzlich nicht allein eine nützliche oder angenehme Ergänzung, sondern Notwendigkeit und zentrales Anliegen der gesamten Gesellschaft.

Und jetzt? Was hat sich für die Wissenschaftskommunikation verändert? Was hat sie aus diesen einmaligen Erfahrungen gelernt? War die Pandemie nur eine scharfe Übung im Krisenmanagement? Oder war sie ein Paradigmenwechsel, der neues Nachdenken über das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft erfordert?

Dies sind die Fragen, die im Mittelpunkt des kommenden „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ stehen.

Am Dienstag, den 29. November 2022, um 18.00 Uhr – Online.

Wir wollen darüber diskutieren, was die Wissenschaftskommunikation aus der Pandemie gelernt hat. Das Impulsreferat wird der bekannte deutschstämmige Kommunikationsforscher Prof. Dietram Scheufele von der University of Wisconsin/USA) halten, der sich selbst als Sozialwissenschaftler bezeichnet (eine bemerkenswerte Differenzierung!). Er hat zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wissenschaftskommunikation geforscht. Die Perspektive der Praxis gibt Katja Bär, Kommunikationschefin der Friedrich-Schiller-Universität  Jena und stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbands Hochschulkommunikation. Die Perspektive der Wissenschaft gibt der Arzt und Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit, der während der Pandemie oft von den Medien angesprochen wurde und dabei auch durch provokante Äußerungen auffiel. Und anschließend natürlich die Diskussion mit den Kollegen.

Wer sind die „Forschungssprecher des Jahres 2022“?

Doch das ist nicht alles an diesem Abend: In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom), der führenden berufsständischen Vereinigung für Presse- und Kommunikationsverantwortliche, werden bei diesem „Treffpunkt“ die „Forschungssprecher des Jahres 2022“ bekanntgegeben und ausgezeichnet. Sie wurden in den letzten Wochen von Kollegen, Journalisten und anderen Stakeholdern in einer offenen Publikumswahl gewählt. Ursprünglich war diese Wahl eine Intiative dieses Blogs „Wissenschaft kommuniziert“, seit zwei Jahren vergeben die deutschen Kommunikations-Spitzenverbände im Wechsel die Auszeichnung an die besten Forschungssprecher. Der „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ ist in diesem Jahr Gastgeber der Bekanntgabe und Ehrung dieser Kollegen.

Und noch etwas Besonderes bei diesem „Treffpunkt“ am 29. November: Er steht für das fünfjährige Bestehen dieser Veranstaltungsreihe, ebenfalls eine Initiative dieses Blogs. Es begann am 8. Dezember 2017 mit etwa 25 Zuhörern in der Zentralverwaltung der Fraunhofer-Gesellschaft in München mit einem Vortrag – ebenfalls von Prof. Dietram Scheufele –  mit dem geradezu prophetischen Thema „Wenn Wissenschaft polarisiert“. Zwei Jahre später begann die Corona-Pandemie mit den öffentlichen Auseinanderstzungen mit den Wissenschaftsskeptikern – den sogenannten „Querdenkern“  und Impfgegnern.

Heute, durch die Pandemie als online-Event, erreicht der „Treffpunkt“ mit seinen Themen, Vorträgen und Diskussionen regelmäßig zwischen 150 und über 200 Kollegen aus ganz Deutschland, teils aus dem europäischen Ausland, ja sogar gelegentlich aus Übersee. Wer einmal nachlesen möchte, worüber wir alles diskutiert haben: Weiter unten finden Sie eine Linkliste mit den Berichten zu den bisherigen 16 „Treffpunkten“.

Der „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“: Austausch, Networking, Community

Dieser „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ ist der neunte, der online stattfindet, der 17. „Treffpunkt“ insgesamt. Er ist offen für alle, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren.

Gastgeber des Online-Treffpunkts ist, wie immer, eine Forschungsinstitution aus dem Raum München. Dieses Mal lädt der TUM Think Tank der Hochschule für Politik uns ein, eine Denkfabrik an der Nahtstelle von Forschung und Politik, und bietet uns die online erforderliche Konferenztechnik.

Ich lade Sie herzlich ein, dabei zu sein.

Hier können Sie sich anmelden.

(Anmeldung und E-Mail-Angabe unbedingt erforderlich, wegen des Zugangscodes.)

Der „Treffpunkt Wissenschaftskommunikation“ #WisskomMUC ist eine Initiative dieses Blogs „Wissenschaft kommuniziert“. Blog und „Treffpunkt“ bringen Forschungssprecher, Pressesprecher, Kommunikationsverantwortliche, Öffentlichkeitsarbeiter, Onliner und Wissenschaftler zusammen, die sich für Wissenschaftskommunikation interessieren.

Ziel ist es: After work, Neues erfahren, Fortbildung, Austausch, Kennenlernen, Dabeisein, Networking – miteinander/voneinander profitieren.

Näheres zu den bisherigen 16 Abenden des „Treffpunkts“ #WisskomMUC finden Sie in diesen Beiträgen des Blogs „Wissenschaft kommuniziert“: