Gelungene Wahl – die Forschungssprecher des Jahres

Geschrieben am 21. November 2011

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Man wagt es kaum auszusprechen: Journalisten wissen nicht alles. Und dennoch ist es erstaunlich, wie treffend ihr gebündeltes Urteil über die besten Forschungssprecher jedes Jahr wieder ausfällt. Als Chefredakteur des „Medizin&Wissenschaftsjournalist“ konnte ich heute den Forschungsprechern des Jahres 2011 ihre Urkunden überreichen. Bei der Wahl wundere ich mich manchmal über einzelne Bewertungen, die mir von den rund 700 befragten Kollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins E-Mail-Postfach flattern. Und doch kann ich am Ende der Auszählung auch dieses Mal wieder nur sagen: Gut gewählt.

Das fällt besonders in diesem Jahr auf, da drei ganz unterschiedliche Typen von Wissenschaftskommunikatoren gewählt wurden, die aber doch in herausragender Weise die Kriterien erfüllen: Professionalität, Kommunikation und Qualität der Information.

Da ist Andreas Schütz (links im Bild), Pressesprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), gelernter Raumfahrtingenieur, dann Journalist, immer noch neugierig und für die Kollegen ein Kollege. Da ist Peter Strunk (rechts vorn), dem es nicht genügte, über Immobilien-Management zu sprechen, dem eigentlichen Unternehmenszweck seines Arbeitgebers, sondern stattdessen mit Erfolg begann, die Themen seiner Kunden in Berlin-Adlershof zu seinen eigenen Themen zu machen: Forscher und junge Technologieunternehmen.

Und da ist Caroline Wichmann, die innerhalb weniger Monate die verwunschene Akademie „Leopoldina“ aus ihrer Ecke im Elfenbeinturm hervorholte und die notwendige,schlagkräftige Öffentlichkeitsarbeit für eine effiziente wissenschaftliche Politikberatung aufbaute. Übrigens: Ihr Chef, Leopoldina-Präsident Prof. Jörg Hacker, kann schon zum zweiten Mal seine Sprecherin zu dieser Auszeichnung beglückwünschen. Vor  drei Jahren war er Präsident des Robert-Koch-Instituts, als unter ihm Susanne Glasmacher zur Forschungsprecherin des Jahres gewählt wurde.

Sicher ein Hinweis, wie wichtig gute Chefs für gute Wissenschaftskommunikation sind. Vielleicht sollten wir in Zukunft auch die kommunikations-freundlichsten Chefwissenschaftler auszeichnen?

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