Kommunikation lernen – Mit Prestige! Und einem Stipendium?

Posted on 4. Oktober 2012

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Prestige und große Namen – Das Logo der Quadriga Hochschule Berlin

Die private Quadriga Hochschule Berlin ist zweifellos die prestigebewussteste Aus- und Fortbildungsstätte für PR und Kommunikation in Deutschland: Die Hochglanzbroschüren sind so prächtig wie es nur geht, die Dozenten sind ein „Who is who“ der Top-Kommunikatoren im Lande, Chef ist der ehemalige SWR-Intendant Peter Voß und die Studiengebühren sind die höchsten, die ich kenne (z.B. 15.000 Euro für 18 Monate MA-Studium). Die Qualität der Ausbildung? Nun, zuverlässig lässt sich das von Außen schwer und eigentlich nur an der Qualität ihrer Absolventen erkennen. Und ich bin noch keinem Absolventen begegnet, jedenfalls nicht bewusst.

Aber dennoch: Prestigträchtige Ausbildung ist gut für den Berufsweg und die Spitzenkontakte, die man mit den Dozenten bekommen kann, haben auch noch keiner Karriere geschadet. Zwar sieht die Hochschule ihr Aufgabenfeld vor allem darin, Kommunikatoren für Wirtschaft und Politik auszubilden, aber das sind ja gerade auch Felder, wo sich Wissenschaftskommunikation Vieles abschauen könnte – von ihren Stragtegien und ihren Werkzeugen. Vor allem aber zählt eines: Die Quadriga Hochschule bietet berufsbegleitende Studiengänge an.

Bleiben nur die extrem hohen Studiengebühren. Doch da gibt es jetzt für alle, die voll in den Kommunikationsberuf einsteigen wollen, eine Chance: Stipendien aus der Industrie. Und wer vorab schon einmal wissen will, ob er für eine derartige Förderung in Frage käme, der kann sich online testen lassen. Auf dieser Quadriga-Webseite finden Sie einen kleinen Fragebogen: Ausfüllen und innerhalb weniger Tage von der Hochschule eine Antwort bekommen. Wer mehr zu den Studiengängen erfahren will, hat die Gelegenheit bei einer jetzt ebenfalls angekündigten Deutschland-Tournee der Hochschule in Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin. Am 17. Oktober geht es los, Termine und Programm finden Sie hier. Anmeldung dringend empfohlen.

„Who is who“ der Kommunikatoren – Porträts von Quadriga-Dozenten.

Wenn es schon in Deutschland keine guten Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung im Feld Wissenschaftskommunikation gibt, dann ist es ein guter Ausweg, Bildungsmöglichkeiten in verwandten Sparten zu ergreifen. Die Quadriga Hochschule ist da sicher nicht die schlechteste. Der Vorteil: Wissenschaft, mit all ihren kulturellen Hintergründen, kennt  man meist schon aus dem eigenen Studium oder sogar der eigenen Tätigkeit im Labor. Das Risiko: Dass man in den reizvollen beruflichen und materiellen Möglichkeiten des Kommunikationsberufs für Politik und Wirtschaft hängen bleibt und damit für die Wissenschaftskommunikation verloren geht. Aus meiner Sicht wäre das sehr bedauerlich (die Wissenschaft braucht jeden professionellen Kommunikator). Mein einziger Trost: Es schadet sicher nicht, wenn auch in Politik- und Wissenschaftskommunikation ein paar Leute mehr mit naturwissenschaftlichem Background tätig sind.

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